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Spanische Küste

Fuerteventura – Geschichte und Besiedlung

Windmühle auf Fuerteventura
Wie auch die anderen Kanaren-Inseln wurde Fuerteventura ursprünglich von den Guanchen oder Altkanariern bewohnt, die vermutlich größtenteils von nordafrikanischen Berbern abstammten. Aber es werden auch Einflüsse durch Siedler aus Südwesteuropa vermutet. Bis ins 15. Jahrhundert hinein soll Fuerteventura an seiner schmalsten Stelle durch einen Steinwall in zwei Königreiche getrennt gewesen sein. Der Maxorata genannte Norden soll von König Guize regiert worden sein, während im südlichen Gandia König Ayoze an der Macht gewesen sei. Gesicherte Erkenntnisse über diese Legende gibt es jedoch nicht.
Im Jahre 1312 landete der Genueser Kaufmann und Seefahrer Lancelotto Malocello auf Lanzarote und seine Berichte über die Kanaren lockten etwa 30 Jahre später spanische und portugiesische Expeditionen auf die Inseln, die in der Folge mit europäischen Sklavenjägern, Goldsuchern und Warenhändlern zu kämpfen hatten.

Anfang des 15. Jahrhunderts wurde Fuerteventura von Jean de Bethencourt erobert, der die Insel später verkaufte. 1441 wurde das Franziskanerkloster Fortaventure auf der Insel gegründet und der christliche Glaube fand immer weitere Verbreitung. Anfang des 18. Jahrhunderts geriet Fuerteventura unter Militärherrschaft, die bis 1859 anhielt. 1852 erklärte Isabella II. die Kanaren zur Freihandelszone. Selbstverwaltungsrechte erhielten die Inseln 1912. Seit 1927 gehört Fuerteventura zur Provinz Las Palmas. Seit 1982 sind die Kanaren eine autonome Region.
Die ersten Touristen verirrten sich in den 1960er Jahren auf der Insel. Im Laufe der letzten Jahrzehnte entwickelte sich der Tourismus zur wichtigsten Einnahmequelle. Einen gewissen Wirtschaftsfaktor stellen der Anbau von Kartoffeln, Tomaten und Aloe Vera sowie die Gewinnung von Meersalz und die Herstellung von Ziegenkäse dar.

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